Sind Fonds sicherer als Tagesgeld?

Wie funktioniert das Fondssparen?

Fondsspareinlagen werden in Aktien und Wertpapiere investiert. Beim Fondssparen zahlt man regelmäßig einen gewissen Betrag ein, beispielsweise 25 Euro pro Monat. Für dieses Geld werden dann günstige Aktien und/oder Wertpapiere erworben. Sinken die Aktienwerte, schmälert dies selbstverständlich auch den Gewinn. Bei der nächsten Einzahlung wird der gleiche Betrag wieder in andere Aktien und Wertpapiere investiert. Vielleicht hat man Glück und diese Anlagen laufen günstig, aber es kann auch – gerade in unsicheren Zeiten – ein Verlustgeschäft werden.

Das Tagesgeldkonto

Beim Tagesgeld bekommt man auf sein gesamtes Guthaben eine attraktive Verzinsung, die derzeit bei bestenfalls 2,6 Prozent liegt. Die Zinsen sind aber geldmarktabhängig und können sowohl nach oben als auch nach unten differieren. Erhöht die EZB die Leitzinsen, steigen auch die Tagesgeld- und Festgeldzinsen. Senkt die EZB den Leitzins, nehmen auch alle anderen Zinsen die gleiche Richtung. Auf jeden Fall behält man aber sein gesamtes Guthaben und fährt keine Verluste ein.

Die Unterschiede zwischen Fonds und Tagesgeld

Während die Fonds den Schwankungen an der Börse ausgesetzt sind, steht für Tagesgeld der Einlagensicherungsfond zur Verfügung. Sollte die Bank also in Schwierigkeiten geraten, ist das Geld trotzdem sicher. Die Höchstbeträge, für die die Einlagensicherung geradesteht, unterscheidet sich zwischen den verschiedenen EU-Ländern. Wer beispielsweise sein Geld bei der Bank of Scotland anlegt, bekommt eine Einlagensicherung des Herkunftslandes gewährt, die bei 100.000 Euro liegt. Andere Banken wie beispielsweise die Comdirect und die ING DiBa sichern Kundeneinlagen in Millionenhöhe ab.

Fallen bei Fonds und Tagesgeld Gebühren an?

Für die Eröffnung von Fonds und Depots werden vielfach schon einmal Gebühren kassiert. Auch die Führung des Depots ist in der Regel kostenpflichtig, da hier die Verwaltungskosten umgelegt werden. Generell kassieren die meisten Banken Ausgabeaufschläge und Ordergebühren. Diese teilweise versteckten Kosten sollten also bei der Entscheidung zwischen den Anlageformen ebenfalls mit in Betracht gezogen werden. Natürlich variieren die Ausgabe-Aufschläge zwischen den einzelnen Banken enorm.

Die Führung eines Tagesgeldkontos ist in der Regel kostenlos. Es sollte auch darauf geachtet werden, ob die Zinsauszahlung vierteljährlich oder nur einmal im Jahr erfolgt. Im ersteren Fall profitiert man vom Zinseszins-Effekt.

Fazit

Die Geldanlage in Tagesgeld ist wesentlich sicherer als in Fonds, da Letztere an der Börse gehandelt werden und die Aktien respektive Wertpapiere starken finanziellen Schwankungen ausgesetzt sind. Bei der Tagesgeld Sicherheit greift der Einlagensicherungsfond, sollte die jeweilige Bank in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Generell wird Tagesgeld nicht in Aktien oder Wertpapiere investiert. Die Bank nutzt dieses Geld zur Kreditvergabe an andere Kunden.

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