Seltene Erden Fonds

Der Begriff „Seltene Erden“ ist leider etwas irreführend, denn damit werden Metalle bezeichnet, die angeblich sehr selten in der Erdkruste zu finden sind.

Da es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung über anorganische Stoffe handelt, beschränke ich mich auf den Hinweis, dass es sich hierbei um 17 Metalle handelt, die der dritten Gruppe des chemischen Periodensystems zugeordnet werden. Sie werden als Seltenerdmetalle bezeichnet.

Die Bezeichnung “Seltene Erden“ beruht darauf, dass diese Metalle zunächst nur in seltenen Mineralien gefunden wurden und aus diesen als Oxide (die man früher „Erden“ nannte) heraus gelöst wurden. Wirklich selten ist nur ein einziges dieser Metalle in der Erdkruste vorhanden, nämlich das kurzlebige radioaktive Metall Promethium. Thulium gilt als das seltenste stabile Element der „Seltenen Erde“ kommt aber häufiger vor als Gold oder Platin.

Allerdings sind die jeweiligen entdeckten Lagerstätten nicht sehr ergiebig, was im Ergebnis zu recht hohen Abbaukosten führt.

Seltene Erden Fonds

Diese Fonds investieren entweder in die Rohstoffe selbst (als Rohstoff-Fonds“ oder in die Aktien der Minengesellschaften (der Gesellschaften, die die Lagerstätten abbauen) oder in die Aktien der Explorationsgesellschaften (Gesellschaften, die mit Hilfe von Geologen die Lagerstätten ausfinden machen).

Zukunftsaussichten

Ohne die nur schwer auszusprechenden Namen aufzulisten weise ich darauf hin, dass diese Elemente in sehr vielen technischen Anwendungen benötigt werden. Als Beispiele hierfür seien die Smartphones und MP3-Player genannt. Da die Zukunft des Automobils in den Elektroautos liegen soll, werden geeignete Batterien (Akkus) für diese künftige Mobilität immer wichtiger. Für diese Batterien benötigt man diese Rohstoffe. Auch in Windkraftanlagen (die einen ständig größer werdenden Teil der Stromgewinnung aus natürlicher Energie) übernehmen sollen, braucht man Batterien, die diese Rohstoffe brauchen. Da die größten Lagerstätten dieser Metalle in China liegen und die Chinesen schon clevere Geschäftsleute waren, schützen sie ihre Vorräte durch strenge Exportbestimmungen. Beschränktes Angebot bei steigender Nachfrage führte schon immer zu Preiserhöhungen. Deswegen können die Gewinnaussichten der „Seltene Erden Fonds“ als positiv beurteilt werden.

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