Kann man als Privatanleger Geld in Investmentfonds anlegen?

Für viele Anleger sind die erzielbaren Renditen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen nicht attraktiv genug oder sie empfinden die Form der Geldanlagen als langweilig. Sie suchen nach lukrativeren Möglichkeiten zur Verwendung ihres Vermögens. Privatanleger müssen dabei sehr genau auf den Unterschied zwischen Anlage und Investition achten. Eine Anlage ist risikofrei, während eine Investition zwar eine höhere Gewinnchance bietet, im Gegenzug dazu jedoch ein Risiko für das investierte Kapital beinhaltet.

Investmentfonds suchen häufig Kapital
Einem Privatanleger steht die Beteiligung an einem Investmentfonds offen. Die Fonds werden üblicherweise an der Börse gehandelt und können wie Aktien oder andere Fonds gekauft werden. Unter einem Investmentfonds wird ein Sondervermögen verstanden, dass für einen vorher festgelegten Zweck Geld von Investoren einsammelt. Dieses Geld wird für die Investition verwendet und erwirtschaftet einen Gewinn. Daraus erhalten die Anteilseigner ihren Anteil als Gewinn zurück. Wenn die Investition sich nicht rentiert, wird keine Dividende ausgeschüttet und das Kapital ist eventuell verloren oder weniger wert. Die Anteilsscheine können dann nur zu vermindertem Wert verkauft werden. Ein Investmentfonds unterliegt gesetzlichen Regelungen und muss sein Kapital streuen. Die Konzentration auf ein einzelnes Projekt ist nicht statthaft, jedoch können mehrere gleichartige Projekte finanziert werden, etwa Windkraftanlagen oder Schiffe. Die Investition birgt immer ein Verlustrisiko, im Falle eines Erfolges liegen jedoch die erzielbaren Renditen deutlich oberhalb von konventionellen sicheren Geldanlagen.

Offene und geschlossenen Investmentfonds
Investoren sind gut beraten, sich über geschlossene und offene Fonds zu informieren. Der Unterschied liegt in der Verkaufsmöglichkeit der Anteile. Der Einstieg kann immer nur in offenen Investmentfonds erfolgen. Sie können dauerhaft geöffnet bleiben oder nach Erreichen der benötigten Summe geschlossen werden. Danach ist der Handel der Anteile nicht mehr möglich und Investoren müssen auf den Erfolg hoffen. Das Problem für Investoren liegt darin, dass in Not geratene ursprünglich dauerhaft geöffnete Fonds geschlossen werden können, um Kapitalabflüsse durch Anteilsverkäufe zu unterbinden.

15. Januar 2012 von Jan
Kategorien: Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

*