Kann man als Privatanleger Geld in Investmentfonds anlegen?
Für viele Anleger sind die erzielbaren Renditen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen nicht attraktiv genug oder sie empfinden die Form der Geldanlagen als langweilig. Sie suchen nach lukrativeren Möglichkeiten zur Verwendung ihres Vermögens. Privatanleger müssen dabei sehr genau auf den Unterschied zwischen Anlage und Investition achten. Eine Anlage ist risikofrei, während eine Investition zwar eine höhere Gewinnchance bietet, im Gegenzug dazu jedoch ein Risiko für das investierte Kapital beinhaltet.
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Warum sollte man Fonds statt Aktien kaufen?
Das üppige Weihnachtsgeld, ein Erbe oder der unverhoffte Lottogewinn – mitunter ergeben sich Situationen, in denen etwas mehr Geld vorhanden ist als benötigt wird. Hier kann die Anlage ein sinnvoller Weg sein, die finanziellen Möglichkeiten zu verbessern. Denn so wie das Sparbuch einen gewissen Zinssatz einbringt, können Aktien mit deutlichen Renditen überzeugen. Jedoch beinhalten sie auch ein Risiko, das bis hin zum Totalverlust reichen kann. Wer hierbei langfristig und vor allem sicher planen will, sollte daher nicht nur mit Wertpapieren spekulieren, sondern auch Fonds im Auge behalten. Bei ihnen handelt es sich um ein Gesamtpaket mehrerer Aktien in unterschiedlicher Gewichtung.
Hedge Fonds
Der Australier Alfred Winslow Jones arbeitete 1940 in den USA als Wirtschaftsjournalist. Bei seinen Recherchen fiel ihm auf, dass professionelle Anlageanalysten ihm nicht sagen konnten, ob die Aktienkurse in Zukunft steigen oder fallen würden. Er entwickelte daraufhin ein System, mit dem er unabhängig von der Kursentwicklung Gewinne erzielen konnte. Er gründete eine Firma und suchte Investoren. Seine Strategie bestand im Wesentlichen darin, unterbewertete Aktien zu kaufen und bei steigenden Kursen zu verkaufen. Gut bewertete Aktien dagegen verkaufte er. Das Kuriose dabei: Er besaß diese Aktien gar nicht. Er kaufte sie dann zurück, wenn die Kurse gefallen waren, und gab sie an diejenigen zurück, die sie ihm „geliehen“ hatten. Von den erwirtschafteten Gewinnen behielt Jones 20% als Provision für sich. Der Hedgefonds war erfunden. Die Bezeichnung „hedge“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „absichern“.
Sind Fonds sicherer als Tagesgeld?
Wie funktioniert das Fondssparen?
Fondsspareinlagen werden in Aktien und Wertpapiere investiert. Beim Fondssparen zahlt man regelmäßig einen gewissen Betrag ein, beispielsweise 25 Euro pro Monat. Für dieses Geld werden dann günstige Aktien und/oder Wertpapiere erworben. Sinken die Aktienwerte, schmälert dies selbstverständlich auch den Gewinn. Bei der nächsten Einzahlung wird der gleiche Betrag wieder in andere Aktien und Wertpapiere investiert. Vielleicht hat man Glück und diese Anlagen laufen günstig, aber es kann auch – gerade in unsicheren Zeiten – ein Verlustgeschäft werden.
Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Bei Fonds ohne Ausgabeaufschlag gibt es unterschiedliche Varianten:
Angebote der Investmentgesellschaften
Die Investmentgesellschaften wollen und müssen Geld verdienen. Dabei haben sich folgende Strategien entwickelt:
- Fonds mit Ausgabeaufschlägen und zusätzlichen gemäßigten Verwaltungsgebühren
- Fonds ohne Ausgabeaufschläge dafür aber mit höheren Verwaltungsgebühren
Geschlossene Fonds
Bei geschlossenen Fonds handelt es sich in der Regel um Kapitalanlagen in Form von Kommanditgesellschaften.
Aktien Fonds
Aktienfonds sind Fonds, die das Geld der Anleger in Aktien investieren.
Hierbei sind verschiedene Strategien zu unterscheiden:
Global anlegende Fonds
Hierbei wird auf eine weltweite Streuung des Anlagekapitals geachtet. Eine Ausrichtung auf eine bestimmte Branche oder Region gibt es dabei nicht. Die hinter dieser Strategie stehende Philosophie geht davon aus, dass nicht in allen Ländern und in allen Branchen zur gleichen Zeit eine gleiche Wertentwicklung stattfindet. Verständlicher ausgedrückt, wenn es der deutschen Wirtschaft nicht gut geht, kann es durchaus Volkswirtschaften geben, die eine positive Entwicklung aufzuweisen haben. Diese gegenläufigen Entwicklungen sollen sich wenigstens ausgleichen oder im Ergebnis für einen Vermögenszuwachs sorgen.
Auch diese Fonds können sich der Entwicklung der Weltwirtschaft nicht entziehen, werden aber geringere Schwankungen aufweisen als andere Fonds.